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In der Kunst wie im Leben: Die Kunst der Akzeptanz

Die Fähigkeit, das Unvorhersehbare zu akzeptieren, ist eine Kunst für sich – sowohl im Leben als auch in der kreativen Welt. Durch die Akzeptanz des Ungeplanten und Unvollkommenen schaffen Künstler Kunstwerke, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch tiefe, oft persönliche Botschaften vermitteln. Diese Kunstwerke spiegeln das Leben selbst wider, mit all seinen Unwägbarkeiten und Überraschungen. Sie lehren uns, dass in jedem scheinbaren Fehler oder unerwarteten Wendepunkt eine Chance für Schönheit und Erkenntnis liegt. Dieser Ansatz fördert eine Kunstpraxis, die nicht nur als kreative Ausdrucksform dient, sondern auch als Lebensphilosophie, die uns dazu inspiriert, Offenheit und Flexibilität in unserem täglichen Dasein zu kultivieren.




Ich hatte ein abstraktes Ölgemälde auf einer Glasscheibe gemalt. Es hing in meiner Wohnung, ein farbenfroher Blickfang, den ich mochte. Dann hatte ich Besuch von einem besonderen Menschen, und ohne Vorwarnung fiel das Bild von der Wand und zersprang in tausend Scherben. Ich war zuerst geschockt, konnte aber die Bruchstücke nicht einfach wegwerfen. Stattdessen bewahrte ich sie auf und klebte sie später auf eine Gipsplatte, jedoch mit der Rückseite nach vorne. Die scharfen Glasbruchkanten, die im Licht funkeln, und die glänzende Vorderseite verliehen dem Werk eine besondere Ausstrahlung, fast wie ein Schmuckstück.

Die Beziehung zu diesem Menschen endete schließlich auch, fast so plötzlich wie der Fall des Bildes. Doch so wie ich die Glasscherben neu angeordnet hatte, bildeten sich auch die zerbrochenen Teile in mir neu. Das neue Kunstwerk, das ich aus den Scherben schuf, war ein symbolischer Ausdruck dieses inneren Wandels. Der Glanz und die reflektierenden Kanten erinnerten mich daran, dass selbst aus etwas Zerbrochenem etwas Schönes und Wertvolles entstehen kann.



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